Haarausfall

Fakten und Mythen im Kampf gegen den Haarausfall

  • Das Schneiden von Haaren wirkt sich auf deren Wachstum und Dichte aus

    MYTHOS

    Dies ist ein sehr populärer und oft wiederholter Mythos, und zwar deswegen, dass die Frisur nach dem Kürzen der Haare schöner und voller aussieht. Denn wir entledigen uns der Haarenden, die in der Regel am stärksten beschädigt sind und den dünnsten Teil eines Haares darstellen.

  • Die Massage der Kopfhaut wirkt sich förderlich auf die Stimulierung zum Nachwachsen der Haare aus

    TATSACHE

    Viele Menschen banalisieren die Kopfhautmassage als Methode zur Vorbeugung gegen Haarausfall und Stimulation des Nachwachsens. Eine große Fehleinschätzung. Denn dies ist eine sehr wünschenswerte Methode, insbesondere bei der Anwendung von Produkten für die Kopfhaut.

  • Ausfallen der Haare zusammen mit den Haarwurzeln bedeutet Glatze

    MYTHOS

    Der volle Lebenszyklus eines Haares ist die Zeit des Wachsens dieses Haares bis zum selbständigen Ausfallen, d.h. dem Ende der Ruhephase. In jedem Haarfollikel folgen drei Phasen aufeinander: vollständiges Anwachsen (Anagenphase), Involution (Katagenphase) und Ruhephase (Telogenphase). Dieser Zyklus wiederholt sich in unserem Leben mehrmals. Das weiße Kügelchen am Haaransatz, das wir oft bei ausgefallenen Haaren beobachten, ist kein Grund zur Besorgnis. Es handelt sich nicht um die Haarwurzel, sondern den Haarkolben.

  • Der Wechsel der Jahreszeiten kann von verstärktem Haarausfall begleitet werden

    TATSACHE

    Das stimmt. Verstärkter Haarausfall ist eine häufige Begleiterscheinung beim Jahreszeitenwechsel. Im Frühling beispielsweise können wir dies als Folge einer vorhergegangenen Infektion und der diese begleitenden Therapie verspüren. Hinzu kommt, dass sich in dieser Zeit ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen bemerkbar macht. Im Herbst kann uns der Mangel an Östrogen zusetzen, welches in den warmen Monaten durch Einwirkung der Sonne viel intensiver freigesetzt wird. Zusammen mit dem Wechsel der Jahreszeiten ändern sich auch die inneren Faktoren. Das Ausfallen etlicher Dutzend Haare täglich ist ein rein physiologischer Vorgang. Wenn wir jedoch beobachten, dass die Haare sehr viel intensiver ausfallen, dann sollte man entsprechende Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmittel nutzen.

  • Häufiges Haarewaschen führt zu Haarausfall

    MYTHOS

    Völlig falsch. Natürlich können nicht entsprechend ausgewählte, zu aggressive Haarwaschmittel die Kopfhaut reizen, die Haare austrocknen und zum Ausfallen geschwächter Haare führen. Richtig gewählte Pflegemittel für die Haare schaden diesen nicht, sondern sorgen für gesundes Aussehen und reinigen die Kopfhaut. Und nicht nur das. Gepflegte Kopfhaut bedeutet mit Sauerstoff versorgte Haare! Für Personen, die sich mit übermäßigem Haarausfall herumschlagen eignen sich hervorragend Shampoos mit Biotin, Vitamin-Komplexen, Pflanzenextrakten (z.B. Lupinenprotein, Reisprotein, Bambussprossen und Weizenkeimöl)

  • Ein zu straffer Pferdeschwanz kann Haarausfall bewirken

    TATSACHE

    Es ist nun nicht so, dass die Haare gleich anfangen auszufallen, wenn wir unseren Pferdeschwanz ein Mal zu straff ziehen. Wenn dies jedoch unsere Lieblingsfrisur sein sollte, der Pferdeschwanz, dann führen diese Art Zopf oder auch ein zu intensives Ziehen mit der Bürste zu einer Schwächung der Haare. Ständige Spannung bewirkt, dass ein Haar in die Ruhephase (Telogenphase) wechselt und ausfällt. Gewöhnlicherweise beginnen die Haare dann auf der Stirn und an den Schläfen auszufallen, danach erst auf den restlichen Kopf. Wenn wir also ein verstärktes Ausfallen unserer Haare bemerken, muss von solchen straffen Frisuren abgesehen werden, und es müssen „lockerere“ Lösungen gefunden werden. Eben dann lohnt es sich, seinen Haaren eine intensive Pflegebehandlung gegen Ausfallen zu unterziehen, um diese zu festigen und das Nachwachsen zu stimulieren.